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Alpenwanderungen

Rätikon III

Jahr Bezeichnung der Tour Touren-Verlauf
2026 Rätikon III Brand - Oberzalimhütte -
Leibersteig - Mannheimer Hütte -
Schesaplana - Lünersee - H.-Hueter-Hütte -
Zimbajoch - Sarotlahütte -
Sarotlatal - Brand

Allgemeines zur Tour:

Das (oder oft auch der) Rätikon ist eine sehr gut erschlossene und von Deutschland aus gut zu erreichende Gebirgsgruppe der Alpen und in unseren Augen eine der schönsten dazu. Trotzdem wissen viele nicht, dass diese im Grenzbereich von Österreich, Schweiz und Liechtenstein liegt, zwischen dem Montafon und dem Rheintal (Prättigau).
Foto Wir waren schon öfters in dieser Gegend unterwegs, aber der Nordteil fehlte uns noch. Den mittleren und südlichen Teil der Gebirgsgruppe hatten wir schon in den Touren Rätikon I und Rätikon II kennengelernt. In deren Beschreibungen auf unserer Homepage kann man auch weitere allgemeine Informationen zum Rätikon nachlesen.
Dieses Mal hatte unsere Runde eine Dauer von 5 Tagen. Ursprünglich waren auch wieder 4 Tage geplant, aber mehrere Hütten waren schon ausgebucht, so dass letztendlich dann umgeplant werden musste und eine 5-tägige Tour entstand. Deshalb konnten wir die Tour 1 Tag länger genießen und sie ist so auch besser für nicht so konditionsstarke Geher geeignet. Aber sie lässt sich genauso gut in 4 Tagen absolvieren. (Siehe Kapitel Mögliche Variationen der Tour!) Foto
Schwierigkeit: Schwerere Kletterstellen sind zwar nicht enthalten, aber es gibt dafür verschiedene andere Schwierigkeiten zu bewältigen. Zum einen gibt es hauptsächlich auf dem Leibersteig (zwischen Oberzalim- und Mannheimer Hütte) und dem Schlussaufstieg zum Zimbajoch (zwischen Hueter- und Sarotlahütte) exponierte Stellen, bei denen die montierten Drahtseile nicht fehl am Platz sind und die Hände mit zur Hilfe genommen werden müssen. Bei Schnee und/oder Vereisung sollen diese Stellen jedoch sehr unangenehm sein, deshalb sollte die Tour nicht zu früh im Sommer angegangen werden. Sicheres Gehen im schwereren Gelände ist eine wichtige Voraussetzung. Ein anderer Punkt ist die Überquerung des Brandner Gletschers beim Aufstieg von der Mannheimer Hütte zur Schesaplana. Der Gletscher ist zwar auch enorm geschrumpft, aber für die Überquerung sind Grödeln oder leichte Steigeisen dringend anzuraten, wenn er aper ist.
Foto Wir haben uns auch wieder auf allen 4 Hütten wohlgefühlt. Ganz besonders hat es uns jedoch die Sarotlahütte angetan - klein und gemütlich, schön gelegen und gut geführt.
Leider haben alle Hütten mit Wassermangel zu kämpfen, ganz besonders die Mannheimer Hütte durch deren Lage hoch oben auf dem Kamm. Die früher vom Gletscher gespeisten Quellen sind versiegt, jetzt steht nur noch das aufgefangene Regenwasser zur Verfügung.
Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist halbwegs gut möglich: Mit dem Zug fährt man nach Bludenz (Fernverkehrshalt) und von dort weiter mit dem Bus nach Brand.
Bitte schaut auch nochmal bei den allgemeinen Hinweisen zu den Touren vorbei! Und natürlich auch bei dem Fotoalbum dieser Tour.



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Karten:

  • KOMPASS Wanderkarten-Set 292 Vorarlberg (2 Karten) 1:50.000 EAN: 9783991544180
  • Freytag & Berndt WK 374: Montafon Klostertal Silvretta; 1:50.000; EAN: 9783707923384
  • Swisstopo Wanderkarte 238 T Montafon; 1:50.000; EAN: 9783302302386

Nützliche Links:



1. Tag: Brand - Oberzalimhütte

Gehzeit: ca. 2,5 h
Foto Wir suchen uns einen Parkplatz in Brand (1050 m) und gehen die Straße talaufwärts in Richtung der Talstation der Palüdbahn. An der Bushaltestelle "Brand Mountain Lodge" treffen wir auf einen Wegweiser und gehen den ausgeschilderten Fahrweg rechts leicht aufwärts. An einer Kehre im Wald zweigt dann der Wanderweg ab und führt am Glinga-Wasserfall vorbei aufwärts am Palüdbach entlang. Am Glingabrunnen vorbei kommen wir dann zum Almgelände der Unteren Zalimalpe, auf welchem wir wieder auf einem Fahrweg weiterlaufen. Weiter oben an einer Abzweigung müssen wir den linken Fahrweg nehmen, der uns zur Mittelzalimalpe führt. Von dort können wir oben die Hütte sehen. Es geht dann in einem Bogen weiter aufwärts, bis wir unser Tagesziel, die Oberzalimhütte (DAV, 1889 m) erreichen.



2. Tag: Oberzalimhütte - Mannheimer Hütte

Gehzeit: ca. 2,5 h
Wo uns der Weg heute hinführt, kann man am Verlauf der Materialseilbahn sehen, welche von der Oberzalim- zur Mannheimer Hütte hinauf führt. Wir gehen aber erst einmal nach Südwesten durch Latschen auf einem kleinen Bergrücken hinauf, bis wir den felsigen Abhang des Panüelerkopfes erreichen. Der schön angelegte Leibersteig führt dort zuerst weiter nach oben, ehe er in Richtung Süden abschweift und durch die felsige Flanke immer weiter aufsteigt. An exponierten Stellen helfen Drahtseile und Trittstifte weiter.
Foto Wir treffen dann auf den von der Spusagangscharte kommenden Weg und gehen weiter Richtung Südosten. Eine steinschlaggefährdete, mit Drahtseilen gesicherte Stelle müssen wir möglichst schnell passieren. Am sich anschließenden über eine Platte steiler aufwärts führenden Wegstück gibt es kurioserweise Stufen aus Baumstämmen und ein richtiges Geländer. Bei guten Wegverhältnissen werden die eigentlich nicht gebraucht, aber bei Vereisung sieht das sicherlich ganz anders aus.
Nun dauert es nicht mehr lange, bis wir den Kamm und damit auch den vom Panüelerkopf her kommenden Weg erreichen und endlich einen Blick auf die Schesaplana und den Brandner Gletscher werfen können. Ebenfalls kurios ist hier das kleine Gebäude mit der ehemaligen Wasserversorgungsanlage der Mannheimer Hütte, da dieses mit Reet gedeckt und verkleidet ist. Allerdings ist es nicht mehr in Betrieb, da die Quellen aufgrund des Gletscherrückgangs versiegt sind.
Nun braucht man nur noch eine knappe Viertelstunde bis zur Mannheimer Hütte (DAV, 2679 m). Nach einer kleinen Pause bietet es sich an, noch in ca. 1/2 h auf den Wildberg (2788 m) zu steigen und von dort die schöne Aussicht zu genießen.



3. Tag: Mannheimer Hütte - Heinrich-Hueter-Hütte

Gehzeit: ca. 5,5 h
Foto Von der Mannheimer Hütte führt der Weg jetzt hinunter zum Brandner Gletscher. Dort laufen wir ein kürzeres Stück über das Eis, dann über einen kleinen Felsrücken und anschließend wieder (etwas weiter) über den Gletscher. Anschließend geht es durch das felsige Gelände aufwärts Richtung Schafköpfe und dann weiter auf dem Kamm entlang der schweiz-österreichischen Grenze, wo man jetzt hinunter in das Rheintal und weit in die Schweiz schauen kann. Am Schesaplanasattel zweigt der Südwandsteig ab, aber wir steigen weiter aufwärts über die Bergflanke. Auf einem Bergrücken stoßen wir auf den abwärts führenden Weg zur Totalphütte, wo sich jetzt ein phantastischer Blick auf den Lünersee und den weiteren Hauptkamm bietet. Wir bringen jetzt aber noch die letzten Höhenmeter auf die Schesaplana (2965 m) hinter uns und genießen den grandiosen Rundumblick.
Nach einer angemessenen Pause steigen wir wieder ab. Der Weg zur Totalphütte sieht sehr interessant aus - feinste Schieferplättchen und aufwärts gestellte Gesteinsschichten. Etwas Vorsicht ist aber auch hier geboten, teilweise sind Drahtseile zur Sicherung angebracht. So nähern wir uns der Totalphütte (ÖAV, 2385 m), welche 2019 von einer Lawine schwer beschädigt wurde. Das kann man eigentlich kaum glauben, weil sie auf einer kleinen Anhöhe liegt. Die Staublawine musste ca. 50 Höhenmeter erklimmen um die Hütte teilweise zu zerstören. Jetzt lädt sie jedenfalls wieder zu einer Pause ein.
Foto Wir steigen dann weiter abwärts zum Lünersee und laufen auf dem Fahrweg zur Douglashütte (1979 m). Auf dem Weg kommen uns viele Seilbahntouristen entgegen, denn die Hütte ist direkt an die Bergstation der Lünerseebahn angebaut. Über die Terrasse und eine Treppe kommen wir zur Staumauer und laufen über diese. An deren Ende zweigt der Saulajochsteig ab, der durch die - teils steile - Flanke der Schafgafall-Gipfel durch Latschen und über felsiges Auf und Ab zum Saulajoch führt. Hier muss man immer mal bei den Drahtseilsicherungen die Hände zu Hilfe nehmen. Sehr angenehm ist dagegen der Weg durch das Saulajoch (2065 m), von dessen anderer Seite sich wieder neue Ausblicke bieten - besonders auch auf die auffällige Zimba, dem "Montafoner Matterhorn". Nun geht es noch eine knappe Stunde abwärts, bis wir die Heinrich-Hueter-Hütte (ÖAV, 1766 m) erreichen.



4. Tag: Heinrich-Hueter-Hütte - Sarotlahütte

Gehzeit: ca. 4 h
Foto Unser heutiger Weg führt von der Hütte aus nordwärts durch Almgelände. Das Auge sucht automatisch, wo der Weg zum Zimbajoch wohl entlang gehen wird. Durch steiles Grasgelände geht es aufwärts bis man den Felsbereich erreicht. In diesem Schrofengelände geht es jetzt in leichter Kletterei weiter bergan, öfters durch Drahtseile unterstützt. Wenn man das grasige Zimbajoch (2387 m) erreicht hat, wird man wieder durch eine schöne Aussicht überrascht.
Nach angemessener Pause geht es nun wieder steil hinab in das Sarotlatal. Der stark abfallende Weg will scheinbar kein Ende nehmen. Stückchenweise ist er mit Drahtseilen gesichert und an einer Stelle muss man sogar auf einer Leiter mehrere Meter abklettern. Irgendwann erreicht man dann aber wieder die Waldgrenze und noch etwas später die schön auf einer Alm liegende Sarotlahütte (ÖAV, 1645 m), unser heutiges Tagesziel.



5. Tag: Sarotlahütte - Brand

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Gehzeit: ca. 2 h
Der Abstieg führt uns talwärts in das Sarotlatal. Man sollte sich immer wieder mal umdrehen, um den schönen Blick auf die Hütte, Wasserfälle und die Zimba zu genießen. Bald taucht man in den Wald ein, quert zweimal den Sarotlabach, erreicht nach einiger Zeit einen Fahrweg. Auf diesem geht es jetzt westwärts noch etwas abwärts, bis man den Alvierbach erreicht. An diesem entlang geht es jetzt wieder leicht aufwärts. Am Golfplatz vorbei kann man dann auf dem Uferweg noch weiter laufen und dann hoch zur Straße gehen, wo man dann das Auto oder eine der Bushaltestellen in Brand (1050 m) wieder erreicht.



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Mögliche Variationen der Tour:

Das Rätikon bietet durch die große Hüttendichte doch eine Menge Möglichkeiten, wie man die Touren legen kann. Man kann diese Tour mit den von uns schon absolvierten Touren Rätikon I und Rätikon II kombinieren. So kann man auch gut eine ganze Woche im Rätikon verbringen.
Ein erster Vorschlag ist, am dritten Tag anstatt auf der Heinrich-Hueter-Hütte in der Douglasshütte zu übernachten. Diese hat zwar nicht so viel Flair, aber die Tagesetappen wären gleichmäßiger verteilt.
Foto Diese Runde lässt sich auch problemlos in entgegengesetzter Richtung gehen. Das hätte auch den Vorteil, dass man dann vielleicht doch nur 4 Tage braucht, wenn man von der Mannheimer Hütte ohne zusätzliche Übernachtung in der Oberzalimhütte nach Brand absteigt. Es sind allerdings reichlich 1600 Höhenmeter, die man dabei "vernichten" muss.
Man kann am zweiten Tag auch von der Oberzalimhütte über den Leibersteig, die Mannheimer Hütte und den Brandner Gletscher zur Schesaplana aufsteigen und dann zur Totalphütte heruntergehen, wofür man insgesamt ca. 5,5 h Gehzeit braucht. Eventuell auch gleich noch herunter zur Douglasshütte, dann hätte man auch so wieder einen Tag übersprungen und braucht insgesamt nur 4 Tage für die Runde.
Da die meisten der Tagesetappen nicht allzu lang sind, kann man bei vielen Hütten nach der Ankunft noch die Besteigung eines nahen Gipfels dranhängen. Bei der Oberzalimhütte bietet sich da der Oberzalimkopf (2340 m, 1 h) an, bei der Mannheimer Hütte der Wildberg (2788 m, 0,5 h). Wer auf der Douglasshütte übernachtet, kann überlegen, ob er beim Abstieg von der Totalphütte noch den Lünersee umrundet. Und von der Sarotlahütte kann man in ca. 2 h noch auf die Gottvaterspitze (2438 m) oder den Großen Valkastiel (2449 m) aufsteigen.
Foto Eine andere Variante von der Oberzalimhütte ist, anstatt direkt über den Leibersteig zu gehen, über den Spusagang und die Oberzalimscharte zum Panüelerkopf (2860 m) zu kraxeln und von dort zur Mannheimer Hütte zu gehen. Auch dieser Weg ist anspruchsvoll, nimmt aber noch einen zusätzlichen Gipfel mit.
Wenn man die Überquerung des Brandner Gletschers vermeiden will, kann man von der Mannheimer Hütte auch über den Schaflochsattel gehen, aber auch dieser Weg ist nicht ganz easy.
Sollte man am dritten Tag schlechtes Wetter haben oder aus anderen Gründen auf die Besteigung der Schesaplana verzichten wollen, kann man diese auf dem Südwandsteig umgehen und so Höhenmeter und Zeit einsparen.
Von der Douglasshütte gelangt man nicht nur über den Saulajochsteig zur Heinrich-Hueter-Hütte, sondern es gibt auch die Möglichkeit, über die Lünerkrinne zu gehen, was ca. 0,5 h länger dauert. Andererseits können leistungsstarke Geher auch vom Saulajoch aus über den Saulakopf (2517 m) zur Hueterhütte kraxeln. Und Klettersteigfreunde werden vielleicht am vierten Tag zuerst Saulakopf-Klettersteig absolvieren, ehe sie zur Sarotlahütte weitergehen.



Bericht von der Familientour 2026

Auch in diesem Jahr gab es wieder Interesse an einer gemeinsamen Hüttentour. Da bei unserer ersten Familientour im Rätikon (2018) Rätikon I unsere jüngste Tochter nicht mit auf die Schesaplana gegangen war und sie das im Nachhinein ärgerte, entstand schnell die Idee, erneut in das Rätikon zu fahren, zumal das Gebiet nördlich der Schesaplana noch niemand von uns kannte. Da ein Aufstieg auf die Mannheimer Hütte am Anreisetag für uns zu lang gewesen wäre, war schnell gesetzt, dass wir auch in der Oberzalimhütte übernachten. Da aber zu unserer Planungszeit im zeitigen Frühjahr auch verschiedene Hütten schon wieder ausgebucht waren, ergab es sich, dass wir dieses Jahr 5 Tage benötigen würden.
Foto Den zusätzlichen Urlaubstag konnten sich alle noch einplanen, so dass der Termin dann auf den 25.–29.07.2026 festgelegt wurde. Ich hätte gerne die Etappe am dritten Tag durch eine Übernachtung in der Douglasshütte etwas abgekürzt, diese war aber schon voll, so dass wir bis zur Heinrich-Hueter-Hütte mussten.
Wir fuhren dann also am Samstag, den 25.07.2026, nach Brand und stellten unser Auto auf dem öffentlichen Parkplatz gegenüber dem Hotel Walliserhof ab. Bei angenehmem Wetter stiegen wir in reichlich 3 h zur Oberzalimhütte auf.
Am nächsten Morgen regnete es aber stärker, so dass wir uns für das Frühstück viel Zeit ließen. Gegen 9:30 Uhr zeigte das Regenradar eine Regenpause an, so dass wir dann bei nur leichtem Niesel aufbrachen. Auf dem Leibersteig hörte auch dieser auf und erst kurz vor der Mannheimer Hütte setzte der Regen wieder ein. Wir hatten wieder reichlich 3 h für die Strecke benötigt. Später hörte der Regen zwar auf, aber die Gipfel blieben meist in Wolken, so dass wir auf den eigentlich geplanten Abstecher auf den Wildberg verzichteten. Aber kurzzeitig konnten wir von der Hütte aus auf die Schesaplana und den Brandner Gletscher schauen.
Foto Für den nächsten Tag war zum Glück besseres Wetter angesagt, aber oft hüllten sich die Gipfel trotzdem in Wolken. Zuerst galt es, den Übergang über den Brandner Gletscher zu bewältigen. Dabei hatte ich mich dummerweise zu sehr auf Quellen im Internet verlassen, in denen es hieß, dass dieser gespurt und im Allgemeinen gut begehbar wäre. Deshalb haben wir keine Grödel oder Leichtsteigeisen mitgenommen. Das hat sich als Fehler erwiesen, denn der Gletscher war aper. Er ist zwar nicht sehr steil und man muss nur 2 kürzere Stücke queren, aber auf dem blanken Eis war das trotzdem gefährlich. Glücklicherweise sind alle sturzfrei hinüber gekommen.
Auf der Schesaplana konnte man zwar immer nur kurz durch Wolkenlücken mal ins Tal schauen, aber auf dem Abstieg war man schnell wieder unter der Wolkendecke und konnte die Sicht genießen. Eine kurze Einkehr gab es dann in der Totalphütte, wo wir versuchten, uns daran zu erinnern, wie es dort 2018 vor dem großem Lawinenschaden aussah. Dann ging es weiter hinunter zum Lünersee und vorbei an der Douglasshütte. Der Saulajochsteig, der vorher eigentlich so aussah, als würde er immer auf einer Höhe entlangführen, brachte einige von uns mit seinem Auf und Ab und den Klettereinlagen dann doch zum Fluchen. Der weitere Abstieg zur Heinrich-Hueter-Hütte war dagegen wieder viel angenehmer. Da wir insgesamt 10,5 h gebraucht haben, konnten wir uns bei der Ankunft nicht viel Zeit lassen, sondern mussten gleich zum Abendessen.
Foto Dafür hatten wir es mit dem Aufbruch am nächsten Morgen nicht so eilig, weil die Tagestour nur kurz war. Dafür ging es knackig bergauf und noch knackiger wieder hinunter. Bei Kaiserwetter haben wir dann aber die schöne Aussicht vom Zimbajoch genossen. Der Abstieg zog sich dann aber doch wieder scheinbar ewig hin. Mit Pausen haben wir 6,5 h benötigt, ehe wir am Nachmittag in der schnuckeligen Sarotlahütte ankamen und noch Zeit für Kaffee und Kuchen hatten. Diese Hütte hat uns allen sehr gut gefallen.
Für den Abstieg nach Brand am letzten Tag haben wir dann knapp 3 h gebraucht. Auf der Heimfahrt bei wieder hohen Temperaturen haben wir einen Zwischenstopp in Feldkirch zu einem kurzen Stadtbummel genutzt. Ist ein hübsches Städtchen. Letztendlich haben wir uns dann auch wieder auf das Heimkommen gefreut und konnten dann auf schöne Tage in den Bergen zurückblicken.

Zum Fotoalbum der Familientour 2026 im Rätikon